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Der - Erdmann - Schacht

In der Ortschaft Wimmelburg fällt zwischen Sportplatz und Schule eine große Halde auf, die als letzter Rest des Frdmann-Schachtes erhalten geblieben ist. Am 14. Juli 1829 begann man mit dem Teufen (1,6o x 3,70 m) und vergab an den neu entstehenden Schacht den Damen von Anton Erdmann (geb. am 1.2.1782 in Allstedt, gest. am 29.12.1848 in Waldenburg), einem Mansfelder, der sich als Angehöriger des Bergamtes Eisleben, als Offizier im berühmten Mansfelder Pionierbataillon und als Lehrer an der Bergschule verdient gemacht hatte. Hit dem Schacht sollte das reiche Schafbreiter Revier nach der Tiefe ausgedehnt werden. Zusammen mit dem Wassermann-Schacht hatte der Erdemann-Schacht die Aufgabe, ein Gebiet zu erschließen, das erst Jahre später mit dem Schlüsselstollen erreicht wurde. Daraus ergab sich von vornherein eine schwierige wassertechnische Situation, denn erstmalig lief das Wasser nicht von allein im Froschmühlen-Stollen ab, sondern mußte bis dahin gehoben werden. Die Abteufarbeiten verliefen infolge sehr starker Wasserzuflüsse kompliziert. Häufig mußte unterbrochen werden. Weihnachten 1829 machte das Wasser den Arbeiten ein Ende. Es gab keinen anderen Weg, als den Schacht mit einer Strecke zu unterfahren, von unten abzu- bohren und das Wasser nach unten abzuziehen. Erst Ende 1832 konnte Das Teufen mit 113 m Schachttiefe beendet werden. Um die großen Wassermassen von der Grube fernzuhalten, wurde erst- malig im Mansfelder Bergbau die Schachtröhre durch eine sogenannte  Ficotagezimmerung gesichert.  Auf einem Teller der bekannten Kerßenbrock-schen Porzellansammlung  sind die übertageanlagen des Erdmann-Schachtes zu sehen.  Während sich auf der großen Halde die Schachtröhre befand, la-  gen jenseits der Straße die Pferdegöbel, der Gebetsraum und die  Kaue - alles in altem Mansfelder Fachwerk errichtet und die Dächer  mit Schindeln abgedeckt.  Der Schacht nahm 1833 die Schiefernförderung auf. Als sich in den  folgenden Jahren die Wasser mehrten und auch die Förderung in die  geneigten Strecken sich immer schwieriger gestaltete, wurde eben-  falls erstmalig im ':ansfelder Bergbau eine unterirdische Dampf-  maschine aufgebaut. Zur Abführung der Abgase wurde in der "Titte  der Schachtröhre ein Schornstein gemauert.  Im Jahre 1865 nahm der Schacht ein tragisches Ende. Infolge einer  Tauflut ging der Schacht zu Bruch, wobei sich das Wasser der  - Bösen Sieben - in den Schacht ergoß.  Seit 1952 dient die Halde in gepflegter Form den Schäferhund-  sportlern von Wimmelburg als Übungsplatz.
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